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Aktionspotenzial – Grundlage der Informationsweiterleitung

Erfahre, wie Nervenzellen Informationen als elektrische Impulse weiterleiten. Entdecke den Verlauf eines Aktionspotenzials, von Ruhepotenzial bis Hyperpolarisation. Verstehe die Funktion des Nervensystems und wie es Reize verarbeitet. Interessiert? Erfahre mehr dazu im Text!

Inhaltsverzeichnis zum Thema Aktionspotenzial – Grundlage der Informationsweiterleitung
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Aktionspotenzial – Grundlage der Informationsweiterleitung
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Was ist ein Aktionspotenzial?

Über Aktionspotenziale werden Informationen in Form von elektrischer Erregung von Nervenzellen weitergeleitet. Bei einem Aktionspotenzial handelt es sich um eine kurzfristige elektrische Spannungsänderung an der Membran einer Nervenfaser, die durch einen überschwelligen Reiz ausgelöst wird – also einen Reiz, der einen gewissen Schwellenwert erreicht hat.

Aktionspotential

Aktionspotenzial Nervenzelle – Verlauf

Ruhepotenzial
Ohne eine Reizwirkung von außen weisen die Membranen von Nervenzellen bzw. deren Axone ein Ruhepotenzial auf. Dieses Ruhepotenzial liegt im negativen Bereich bei etwa $-$70 Millivolt (mV):
An der Außenseite der Axonmembranen befinden sich positiv geladene Natriumionen ($Na^{+}$) und negativ geladene Chloridionen ($Cl^{-}$).
Auf der Innenseite der Membranen befinden sich positiv geladene Kaliumionen ($K^{+}$) und negativ geladene organische Anionen.
Da Stoffe naturgemäß vom Ort der höheren Konzentration zum Ort der niedrigeren Konzentration strömen, sind $Na^{+}$-Ionen bestrebt, in das Innere der Membran zu wandern, und $K^{+}$-Ionen sind bestrebt, nach außen zu gelangen. Doch nur die $K^{+}$-Ionen können die Membran durch entsprechende Ionenkanäle überwinden und nach außen strömen.
Durch die $Na^{+}$-Ionen und die zusätzlichen $K^{+}$-Ionen an der Außenseite ist im Ruhepotenzial die Außenseite der Axonmembranen leicht positiv geladen – und die Innenseite ist leicht negativ geladen.

Depolarisation
Dieses Potenzial kann durch Reize von außen verändert werden. Dabei löst nicht jeder Reiz eine Reaktion aus. Reize unterhalb eines bestimmten Schwellenwerts führen keine Reaktion herbei. Nur wenn die Spannung den Schwellenwert überschreitet, wird das Potenzial an den Membranen für ein bis zwei Millisekunden komplett umgepolt. Die Reaktion auf einen Reiz wird entweder vollständig oder überhaupt nicht ausgelöst. Dieses Phänomen wird als Alles-oder-nichts-Prinzip bezeichnet.
Die Depolarisation verläuft folgendermaßen:
Im Ruhezustand sind die spannungsgesteuerten Ionenkanäle geschlossen.
Nach Erreichen des Schwellenwerts öffnen sich die $Na^{+}$-Kanäle.
Es strömen mehr $Na^{+}$-Ionen in das Innere der Axonmembranen, als $K^{+}$-Ionen nach außen strömen.
Das negative Membranpotenzial verändert sich von etwa $-$60 bis $-$80 Millivolt zu einer schwach positiven Spannung von etwa 30 Millivolt. Diese Umpolung wird als Depolarisation bezeichnet.

Refraktärzeit
Refraktärzeit ist der Zeitraum während und nach der Ausbildung eines Aktionspotenzials, in dem sich die $Na^{+}$-Kanäle schließen und eine Zeit lang nicht für neue Reize ansprechbar sind. In dieser Zeit kann eine erregte Nervenzelle nicht erneut auf einen Reiz reagieren.

Repolarisation
$K^{+}$-Ionenkanäle arbeiten etwas langsamer als $Na^{+}$-Ionenkanäle und daher öffnen sie sich mit einer zeitlichen Verzögerung. Durch den anschließenden Ausstrom von $K^{+}$-Ionen wird die Depolarisation wieder ausgeglichen und das Membranpotenzial sinkt erneut in den negativen Bereich.

Hyperpolarisation
Für einen kurzen Moment kann das Potenzial sogar etwas negativer ausfallen als das Ruhepotenzial: Dies bezeichnet man als Hyperpolarisation.

Rückkehr zum Ruhepotenzial
Zwar ist das Ruhepotenzial von der elektrischen Ladung aus gesehen wieder hergestellt, doch befinden sich nach der Repolarisation $Na^{+}$-Ionen im Inneren des Axons und $K^{+}$-Ionen außerhalb der Axonmembran. Natrium-Kalium-Ionenpumpen stellen die ursprüngliche Ionenverteilung auf der Innen- und Außenseite der Axonmembranen wieder her. Unter Energieverbrauch, also dem Verbrauch von Adenosintriphosphat (ATP), strömen $K^{+}$-Ionen wieder nach innen und $Na^{+}$-Ionen wieder nach außen. Es handelt sich um einen gegenläufigen Transport von 3 $Na^{+}$ gegen 2 $K^{+}$ über die Zellmembran. Auf diese Weise wird nach und nach die Ausgangsposition des Ruhepotenzials wieder hergestellt.

Aktionspotenzial – Funktion des Nervensystems

Durch das Nervensystem halten Menschen Kontakt mit der Umwelt. Augen, Ohren, Nase, Zunge und Sensoren in der Haut nehmen Reize aus der Umwelt wahr und leiten sie als elektrische Impulse weiter zum Zentralen Nervensystem. Doch auch Informationen aus dem Inneren des Körpers werden wahrgenommen.
Sticht man sich beispielsweise in die Hand, leiten Nervenzellen diesen Reiz vom Sinnesorgan (hier: die Haut) zum Gehirn. Hierbei spricht man von hinführenden, sensorischen oder auch afferenten Nervenbahnen und insgesamt von dem sensorischen Nervensystem. Im Gehirn wird der eintreffende Reiz verarbeitet und auf das motorische Nervensystem übertragen. Die vom Gehirn wegführenden Nervenfasern bezeichnet man entsprechend als motorische oder auch efferente Nervenbahnen. Mit dem motorischen Nervensystem reagiert der Organismus auf die Signale, indem es die Muskulatur steuert. Die Reaktion auf einen schmerzhaften Stich ist zum Beispiel das Wegziehen der Hand.

Dabei werden die elektrischen Impulse und die dadurch bedingten Ladungsverschiebungen Stück für Stück durch das Axon transportiert. Wenn das Ende des Axons erreicht ist, wird die Erregung durch die Synapsen auf die Dendriten der nächsten Nervenzelle übertragen, bis das Ziel erreicht ist: Das Ziel beim sensorischen Nervensystem ist das zentrale Nervensystem (Rückenmark und Gehirn). Beim motorischen Nervensystem ist das ausführende Organ das Ziel.

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Vorschaubild einer Übung

Aktionspotenzial – Grundlage der Informationsweiterleitung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Aktionspotenzial – Grundlage der Informationsweiterleitung kannst du es wiederholen und üben.
  • Tipps

    Das Ruhepotential einer menschlichen Nervenzelle liegt bei etwa - 70 mV.

    Bei einem Aktionspotential kommt es zu einer kurzfristigen Änderung der elektrischen Spannung an der Membran einer Nervenzelle von etwa - 70 mV auf + 30 mV.

    Hier siehst du einen unterschwelligen Reiz an der Membran einer Nervenzelle. Ein Aktionspotential kann nur durch einen überschwelligen Reiz ausgelöst werden. Der Schwellenwert wird oft durch eine gestrichelte Linie gekennzeichnet.

    Lösung

    Das Ruhepotential einer menschlichen Nervenzelle liegt bei etwa - 70 mV.

    Reizt man das Axon einer Nervenzelle in einem Experiment geringfügig, sodass sich das Membranpotenzial kurzzeitig auf etwa - 50 mV verringert, stellt sich schnell wieder der Ausgangszustand ein.

    Erst bei einem stärkeren Reiz, der das Schwellenpotential überschreitet (in Grafiken oft als gestrichelte Linie dargestellt), kehren sich die Spannungsverhältnisse innerhalb weniger Millisekunden um und ein Aktionspotenzial wird ausgelöst.

    Ein Aktionspotenzial ist eine Potenzialumkehr, genauer gesagt eine kurzfristige Änderung der elektrischen Spannung an der Membran einer Nervenzelle.

    Das sogenannte Alles-oder-nichts-Prinzip sagt in diesem Zusammenhang aus, dass ein Aktionspotenzial nur ausgelöst wird, wenn der Reiz überschwellig ist – dann aber in vollem Umfang.

    So sorgt ein Aktionspotential dafür, dass Informationen in Form von elektrischer Erregung über Nervenzellen weitergeleitet werden können.

  • Tipps

    Hier siehst du die geöffneten spannungsgesteuerten Natrium-Ionenkanäle nach einem überschwelligen Reiz.

    Hier siehst du die zeitverzögerte Öffnung der spannungsgesteuerten Kalium-Ionenkanäle.

    Hier siehst du eine Natrium-Kalium-Pumpe.

    Lösung

    Ein Aktionspotential entsteht durch einen überschwelligen Reiz. Daraufhin öffnen sich zuerst die spannungsgesteuerten Natrium-Ionenkanäle und Natrium-Ionen diffundieren in die Zelle rein. Das Membranpotential wird positiv.

    Die spannungsgesteuerten Kalium-Ionenkanäle öffnen sich kurz darauf und Kalium-Ionen strömen aus der Zelle raus. Das Membranpotential wird wieder negativ und das Ruhepotential wieder hergestellt.

    Größtenteils wird die Ionenverteilung des Ruhepotentials durch die Diffusion der Ionen durch die Natrium- und Kalium-Ionenkanäle wiederhergestellt. Parallel arbeitet aber auch die Natrium-Kalium-Pumpe unter ATP-Verbrauch daran.

  • Tipps

    Durch Stromreize kann sich das Ruhepotential kurzfristig verändern. Die Membran wird depolarisiert.

    Der gelbe Abschnitt (steigender Graph) stellt die Phase der Depolarisation der Membran dar. Bei einem überschwelligem Reiz kommt es zur Potentialumkehr und ein Aktionspotential wird ausgelöst. Diese Phase ist geprägt von den spannungsgesteuerten Natrium-Kanälen.

    Der lila Abschnitt (abfallender Graph) stellt die Phase der Repolarisation dar. Sie ist praktisch die Rückabwicklung der Depolarisation. Diese Phase ist geprägt von den spannungsgesteuerten Kalium-Kanälen.

    Der blaue Abschnitt (zunächst weiter abfallender Graph) stellt die Phase der Hyperpolarisation dar. Hyper- stammt aus dem Griechischen und bedeutet über, zu viel oder übermäßig.

    Der grüne Abschnitt stellt das Ruhepotential dar. Dieses wird vor allem durch Natrium- und Kalium-Kanäle aufgebaut. Die Ionenverteilung im Ruhepotential ist die Ausgangssituation für die Ionenströme des Aktionspotentials:

    • zunächst befinden sich Natrium-Ionen in hoher Konzentration außerhalb der Zelle
    • Kalium-Ionen befinden sich in hoher Konzentration innerhalb der Zelle
    • da die Zellmembran vor allem für Kalium-Ionen selektiv permeabel ist, strömen diese entlang des Konzentrationsgefälles aus der Zelle raus und bauen so eine Spannung auf - das Ruhepotential.

    Lösung

    Das Ruhepotential ist die Ausgangssituation für die Ionenströme des Aktionspotentials. Es wird vor allem durch Natrium- und Kalium-Kanäle aufgebaut. Es kommt im Ruhepotential zu folgender Ionenverteilung:

    • zunächst befinden sich Natrium-Ionen in hoher Konzentration außerhalb der Zelle
    • Kalium-Ionen befinden sich in hoher Konzentration innerhalb der Zelle
    • da die Zellmembran vor allem für Kalium-Ionen selektiv permeabel ist, strömen diese entlang des Konzentrationsgefälles aus der Zelle raus und bauen so eine Spannung auf - das Ruhepotential.

    Bei der Depolarisation kehrt sich das Membranpotential um:
    • spannungsgesteuerte $\ce{Na^+}$-Kanäle offen
    • $\ce{Na^+}$-Ionen strömen in die Zelle

    Bei der Repolarisation wird das Membranpotential wieder negativ:
    • spannungsgesteuerte $\ce{K^+}$-Kanäle öffnen sich zeitverzögert
    • $\ce{K^+}$-Ionen strömen aus der Zelle

    Bei der Hyperpoarisation sinkt das Membranpotential unterhalb des Ruhepotentials:
    • $\ce{K^+}$-Kanäle schließen nur langsam
    • $\ce{K^+}$-Ionen strömen weiter aus der Zelle heraus

    Das Ruhepotential liegt bei etwa - 70 mV:
    • Ionenverteilung in Ruhe wird mit Hilfe der Ionenkanäle und Ionen-Pumpe (wieder)hergestellt

    In der Refraktärzeit sind die Bereiche des Axons (Zellfortsatz) für neue Reize nicht mehr ansprechbar:
    • spannungsgesteuerte $\ce{Na^+}$-Kanäle geschlossen

  • Tipps

    Der gelbe Kurvenausschnitt zeigt die Phase der Potentialumkehr.

    Der lila Kurvenausschnitt ist praktisch die Rückabwicklung der Potentialumkehr.

    Lösung

    Das Aktionspotential unterteilt sich in folgende Phasen:

    • gelber Abschnitt der Kurve: Depolarisation - das Membranpotential ändert sich kurzfristig auf etwa + 30 mV
    • lila Abschnitt der Kurve: Repolarisation - das Membranpotential wird wieder negativ, um das ursprüngliche Membranpotential wieder herzustellen
    • blauer Abschnitt der Kurve: Hyperpolarisation - das Membranpotential sinkt kurzfristig unter die Werte des Ruhepotentials
    • grüner Abschnitt der Kurve: Ruhepotential - das Membranpotential pendelt sich bei etwa - 70 mV ein

  • Tipps

    Bei einem überschwelligem Reiz kehrt sich die Polarität der Zellmembran um.

    Das Ruhepotential einer menschlichen Nervenzelle liegt bei etwa - 70 mV.

    Lösung

    Das Ruhepotential einer menschlichen Nervenzelle liegt bei etwa - 70 mV.

    Erst bei einem stärkeren Reiz, der einen bestimmten Schwellenwert, etwa - 40 mV, überschreitet, kehren sich die Spannungsverhältnisse an der Membran des Axons innerhalb einer Millisekunde um – ein Aktionspotenzial wird ausgelöst.

    Das sogenannte Alles-oder-nichts-Prinzip sagt in diesem Zusammenhang aus, dass ein Aktionspotenzial nur ausgelöst wird, wenn der Reiz überschwellig ist. Das bedeutet, das Membranpotenzial verändert sich sehr schnell bis zu einem Wert von + 30 mV.

  • Tipps

    Hier siehst du den typischen Verlauf eines Aktionspotentials.

    Lösung

    Form und Größe eines Aktionspotenzials sind immer gleich. Unterschiedlich starke Reize führen also nicht zu unterschiedlich starken Aktionspotenzialen. Sondern es gilt: je stärker ein Reiz, desto kleiner wird der zeitliche Abstand zwischen mehreren Aktionspotenzialen. Die Frequenz der Aktionspotenziale verschlüsselt also wichtige Informationen – je stärker ein Reiz desto höher die Frequenz.

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